Tag für Tag vermiesten sie sich den Tag. Gehässig waren sie zueinander. Und verheiratet. Vor 38 Jahren hatten sie das Ehegelübde abgelegt, in der Kirche, und daran war nun mal nicht zu rütteln. Und so machten sie weiter so, da waren sie sich einig, bis ans Ende ihrer Tage.
Die Nachdenklichkeit führte ihn ins Besorgtsein, in die Angst. Eine andere Nachdenklichkeit war ihm nie begegnet. Als er dann im Alter nicht mehr so arbeiten und mit anpacken konnte, wie er es gewohnt war, wurde es bitter für ihn und mit ihm.
Als dann die Altersbeschwerden zunahmen und er gezwungenermaßen mehr und mehr auf seinen Körper hörte, da meinte er doch glatt, mit einmal auch einen Draht zu seiner Seele gefunden zu haben. Sie "wohne" nicht in seinem Körper, für ihn war sie nun der Körper.