Bei der Dienstbesprechung hörte er sich selber reden. Innerlich erstarrt hörte er, wie er diesen Unfug, diesen verlogen Bockmist von sich gab. Gezwungenermaßen von sich gab, gewiss, aber seiner Selbstverachtung tat das keinen großen Abbruch.
Dazu entschlossen, meine Gewohnheiten grundlegend zu ändern, hatte ich einen Plan entwickelt und mir aufgeschrieben. Vier Tage später habe ich dann genau das Gegenteil vom Geplanten getan. – Ja, wer bin ich denn auch schon, dass ich mir vorschreiben will, was ich zu tun habe!
Er macht die Eltern für alles verantwortlich; seine Krankheiten, seine schädlichen Neigungen, die kommen vom Vater her oder der Mutter, das ist doch offensichtlich. Und dass sie ihn überhaupt in die Welt gesetzt haben, was sollte das? – Tja, das fragen die sich inzwischen auch.
Überfordert von einem Leben in Eigenverantwortung sehnte er sich nach Zugehörigkeit, Geborgenheit. Und forderte Gleichheitszwang, ein gemeinsames Marschieren. Ob nun nach rechts oder links, im Grunde war ihm das gleich.
Am liebsten war er unter Menschen, je lustiger und lauter, desto besser. Und allein zu Hause drehte er dann den Fernseher auf; die Stille war nichts für ihn. Dass er sie womöglich fürchtete, kam ihm nie in den Sinn. Um so was kümmerte er sich nicht, er mochte es laut und lustig.