Montag, 15. Februar 2021

 Immerzu versuchte er zu glänzen, das war ganz schön ermattend.


In dem Rollcontainer unter seinem Schreibtisch hatte er Hustenbonbons, ein Paar Birkenstocksandalen und eine gebogene Büroklammer für die Ohrenschmalzbeseitigung deponiert. Er war in seinem Job angekommen.


Sie liebt es, wie in diesen Sitcoms Konflikte durch banale Geständnisse und versöhnliche Hintergrundmusik aufgelöst werden. Dass im realen Leben Konflikte einfach nur permanent durch neue Konflikte verdrängt werden, findet sie vom Prinzip her aber auch ganz okay.


Ruhe geben, als Geschenk.


Damals, als Kind sprach er vor dem Schlafen immer noch brav sein Nachtgebet für eine selige Nachtruhe. Etwas älter onanierte er stattdessen, das war effektiver. Und jetzt wird er wohl bald wieder beten.


"Würdest du ...?"
"Nein!"
"Magst du ...?"
"Nein!"
Er liebte seine mürrischen Selbstgespräche, sie gaben ihn ein Gefühl von Souveränität.


Hin und wieder drückten sich bei seiner 62jährigen Arbeitskollegin am Schreibtisch gegenüber die Brustwarzen durch den Pullover und auch sonst deprimierte ihn sein ganzes Arbeitsumfeld immer mehr.

Sonntag, 7. Februar 2021

 Allen, einschließlich ihm selbst, war klar, dass man ihn für den Betrieb nicht mehr brauchte, doch ließ man ihn in Ruhe, solange er nur mitspielte und professionell Beschäftigung vortäuschte. Er gehörte schließlich nicht zum Fußvolk.


Seine Chefin ermahnte ihn, mehr Begeisterung zu zeigen. Immerhin sagte sie zeigen und nicht empfinden oder aufbringen. Aber so oder so fühlte er sich längst zu alt für dieses ganze Getue.


Laut und völlig überdreht erzählte Elena N. dem Herrn S. ein im Grunde völlig banales Wochenenderlebnis und Herr S. empfand tiefe Dankbarkeit für seine eigene unaufgeregte Wirklichkeit.


Er legte großen Wert auf große Markenlogos auf seiner Kleidung und auch sonst war nicht viel mit ihm los.


Enttäuscht und entnervt fragte ihn seine Frau, ob er denn überhaupt noch für irgendetwas zu begeistern sei. Als er ehrlich und besonnen antwortete: für Ruhe und Gelassenheit, wurde sie so richtig borstig.


Manchmal erkannte auch er die Zeichen die Zeit, aber ihn interessierte das Zeitlose oder Unzeitgemäße. Die Zeichen der Zeit, das war was für miese, kleingeistige Spekulanten.


Seinen Seelenfrieden fand er bereits in Kleinigkeiten, für ihn war ohnehin alles keine große Sache mehr.


Die für ihre Tratschlust bekannte Kollegin Elena N. sieht es kritisch, dass das Kollegium im Pausenraum nur noch auf Smartphones starre, statt miteinander zu reden. Dies sei eine äußerst bedenkliche Entwicklung, gibt sie zu bedenken.

Sonntag, 31. Januar 2021

 Betrunkene Krakeeler auf der Straße bringen mich jedes Wochenende um meine Nachtruhe. Oft auch während der Woche. Gibt es so was wie ausgleichende Gerechtigkeit, zahle ich gerade für meine Jugend.


Die Lästernden sind im Grunde dankbar, wenn man ihnen nicht zustimmt. Man möchte in seiner Lästerei nicht bestärkt werden; es sei denn, man ist durch und durch boshaft.


Wegen jeder Kleinigkeit musste Heinrich R. immer gleich ein Fass aufmachen. Wirklich jeder Anlass kam ihm gerade recht, um einen zu heben.


klar kann man sich das Leben schön saufen, aber schön ist das nicht, aber immerhin


Bis über seinen Tod hinaus wusste Inge G. nie, was sie von ihrem Onkel Winfried G. eigentlich halten sollte, und so sagte sie immer, wenn das Gespräch auf ihn kam: ja ja, der Winfried, das war schon einer.


Der in die Jahre gekommene Popstar verachtete seine alten Hits und verwurstete sie auf Konzerten in ein schmieriges Medley. Das in die Jahre gekommene Publikum war zufrieden und klatschte geordnet mit.


Bei so vielem hatte man ja immerhin die Vorfreude.

Dienstag, 26. Januar 2021

 Betrunken und geistreich, das konnte durchaus mal vorkommen, aber meistens wurde er nur betrunken und das reichte ihm, denn er war genügsam und ohne Eitelkeit.


Statt die innere Unruhe zu bekämpfen, ließ er sie einfach machen. Sie tobte umher wie ein überdrehtes Kleinkind und er setzte sich und schaute amüsiert zu.


Es ist herz- und witzlos, permanent witzig sein zu wollen.


Erst romantisiert, dann auch noch verkitscht; der Liebe hat man damit keinen Gefallen getan. Kein Wunder, dass sie sich nur noch selten blicken lässt.


Tja, irgendwann ist die Luft nun mal raus: nach all der Aufgeblasenheit nur noch runzelige Schlaffheit. Der Mensch ist ein Luftballon.

Montag, 25. Januar 2021

 Im Dunkeln ging er zur Arbeit, im Dunkeln kam er wieder heim und wenn er dann im Schlafzimmer das Licht ausmachte, wusste er schon nicht mehr, was er den ganzen Tag überhaupt gemacht hatte.


In der Tasche eines alten Sakkos, das er schon lange nicht mehr getragen hatte, fand Herr S. einen alten Kassenbon. Er gab ihm den Namen Bon Jovi. Für die gleichnamige Musikkapelle hatte er hingegen noch nie etwas übrig.


auch bei anspruchsvoller Musik kann man sich dumm und dämlich saufen


All die Jahre Gespräche übers Wetter, immer wieder Wetter, Wetter, Wetter. Und Krankheiten. Und Backrezepte. Er kam da nicht gegen an, war nur noch müde, permanent müde.
Müde von Wetterfühligkeit, sagte sie.


Die Menschen begehren das, was sie in Filmen sehen. Es ist so billig wie effektiv, es ist beängstigend.


Aasendes Getier schart sich um den Rest des gefiederten Haufens. Ich, zentralheizungswattiert, mache den Kühlschrank auf, Marke Privileg.


In seiner Kindheit und Jugend bekam er ständig zu hören, wie existenziell wichtig Geist und Kultur sind. Erst als er sich auf dem Arbeitsmarkt als überstudierter Geisteswissenschaftler wiederfand, dämmerte es ihm.

Freitag, 22. Januar 2021

 Nach Schließung der Dorfkneipe, des Dorfladens und des Dorffrisörs spielte sich das öffentliche Leben noch auf dem Dorffriedhof ab.


Unser Dorfdealer hatte damals so seine "Konnekschöns", über die er sich gern großspurig ausschwieg.


Als es in den Dörfern noch Dorfkneipen gab, gab es auch immer was zu erzählen. Jetzt tratscht man über Verborgenes.


In der Dorfschule wurden damals alle Dorfkinder gemeinsam in 4 Klassenstufen unterrichtet. Erst nach der 4. Klasse trennte man die Kinder wohlhabender Eltern von denen der weniger wohlhabenden.


Der Dorfquerulant zog in die Stadt und wurde Aktivist.


Die Dorfjugend traf sich damals an der Bushalte.
Nein, die Bushalte stand nicht symbolisch für die Sehnsucht nach Aufbruch und Ferne. Dort stand eine Bank und es war überdacht.


Der Dorftrinker in meiner Kindheit hieß Erwin T. Sein Alkoholismus war Teil der öffentlichen Unterhaltung. Heutzutage gibt es hier keinen Dorftrinker mehr, dafür aber RTL2.


Der DJ der Dorfdisko kam von irgendwo außerhalb und sein Repertoire an Schallplatten und flotten Sprüchen war auf fast schon zynische Art und Weise äußerst begrenzt.

Montag, 11. Januar 2021

 Mit der Vernunft ist es nicht weit her, der Körper mit seinen Befindlichkeiten leitet dir den Weg und irgendeine Erkrankung gibt dir dann irgendwann den Rest. Der Mensch sollte runter von seinem hohen Ross.


Dasitzen, das Jetzt ertragen und plötzlich laut loslachen müssen. So kanns gehen.


Selbstironie befreit und ist der Schlüssel zum Herzen der Menschen. Aber viel lieber macht man sich mit seiner Eitelkeit das Leben schwer.


Aber der Mensch ist allzu oft ein gieriger Idiot.


Kleine Arschlöcher mit ihrer von sich gegebenen Scheiße bitte kommentarlos auflaufen lassen! Vielen Dank. - Die großen lassen sich so womöglich auch mal weg ignorieren.


Holger 'Holgi' O. trug alle Tage T-Shirts mit humoristischem Aufdruck. Gern hätte er mal eine Frau rumgekriegt, aber niemand sagte es ihm.


Um ihren Alkoholismus zu vertuschen, kaufte sie zu ihrem Wein immer auch eine Glückwunschkarte. Die Kassierer*innen wussten natürlich Bescheid, gaben sich aber ahnungslos und schenkten ihr jedes Mal ein freundliches Lächeln. Was sollten sie auch sonst tun?


Nicht zuletzt wegen der vielen spöttischen Bemerkungen bzgl. seines Namens etablierte Hr. Ernst Fröhlich im Laufe der Zeit seinen unerschütterlichen Gleichmut.


Sogar das Liegengelassene, das sich durch das Liegenlassen längst erledigt hatte, lag bei ihm noch lange rum.


Schon sehr früh stand er lieber abseits und schaute nur zu und als dann im Kindergarten und in der Schule dieser Mitmachzwang über ihn hereinbrach, war's endgültig aus.

Sonntag, 10. Januar 2021

 Mein Opa sagte immer "alle in einen Sack, Knüppel druff, triffstde keinen Falschen", wenn es um arbeitsscheue Hippies, rauchende Frauen oder sonstige Linke ging. Nein, mein Opa war keiner dieser warmherzigen, verständnisvollen Kuschelopas.


Damals, als das Fernsehen noch was war, da liefen noch eindeutig abwechslungsreichere Wiederholungen.


Und so sprach der Herr: Am dritten Tag in Folge aber ist auch die schönste Schlemmerei und Sauferei nur noch ein Akt der Trostlosigkeit.
Ja, so sprach er daher und so richtete er es auch ein, der olle Miesepeter.


Zeitlebens nahm er sich stets ernst und wichtig und so war er denn trotz all seiner Reichtümer nur ein armer Wicht.


Altersresigniert bestellte sich Gerhardt D. diesmal ein alkoholfreies Bier und der sonst so verkniffene Mund seiner Gattin Gerda verzog sich prompt zu einem triumphierenden Grinsen.


Ausrufezeichen sind unsympathisch!


Ihr Geltungsbedürfnis war enorm und alles, was sie tat, tat sie mit lautem Gepolter und strenger Miene. Sie war ein ganzer Kerl und niemand mochte sie.


Seine Eloquenz ist selbstverliebt und schwatzhaft. Floskeln werden umso abstoßender, je geschliffener sie daherkommen.

Freitag, 1. Januar 2021

 Der faule Hund ist faul aus naturgegebener Vernunft; er ist satt und hat es warm. Der Mensch in gleicher Lage hingegen zieht es vor, unzufrieden zu sein.


Je länger man sich ans Alleinsein gewöhnt, desto schwieriger wird's.


Die nach der Pandemie wieder einsetzende soziale Distanzlosigkeit ließ ihn ein ums andere Mal erschaudern und so suchte er wieder Zuflucht in der längst liebgewonnenen Zurückgezogenheit.


Wenn die Leute einen ständig fragen, wie es einem geht, sollten sie sich nicht wundern, wenn einem das Lügen zur Gewohnheit wird.


Der ewige Kneipenhocker Knut W. träumte noch von einer krassen Karriere als krasser Dartprofi. Alle anderen Träume waren in "Michi's Dart-Eck" längst ausgeträumt.


Unter Alkoholeinfluss unterliegt man immer wieder so mancher Fehleinschätzung, vor allem die eigene Tiefsinnigkeit, Witzigkeit und Unwiderstehlichkeit betreffend. Und dann gibt es noch die Kandidaten, die dafür nicht mal Alkohol benötigen.

Montag, 7. Dezember 2020

 Seit über 20 Jahren stand sie nun schon hinterm Tresen und hinter ihrem opulenten Vorbau pochte ein Herz immer noch so groß wie ein Mannschaftszelt und immer schon viel zu groß für nur den Einen.


Als Rolf O. mittags seine Sozialwohnung in seiner speckig grauen Jogginghose verließ und breitbeinig das Treppenhaus runter tänzelte, fühlte er sich wieder mal wie Rocky in Rocky(1) und solche Momente gehörten ihm, ihm ganz allein.


Sein Reflex, Komplimente eingeschüchtert zu relativieren, hielt sie nicht davon ab, ihm weitere zu machen. Sie wusste selbst, wie das ist.


Zu ihren üblichen kleinen Gehässigkeiten gesellte sich seit kurzem auch noch das böswillige Missverstehen seiner Äußerungen. Aber Kai-Uwe war da hart im Nehmen, denn er kapierte es nicht so recht.


Zeitlebens drangsalierte Georg S. andere mit seiner Boshaftigkeit und so erwachte er eines Morgens aus unruhigen Träumen verwandelt in einen seltsam verkrusteten Waschlappen neben dem 15jährgen Torben B. auf dessen Nachtschränkchen.


Irgendwann merkte Sarah S. selbst, dass ihre Empörung erst so richtig in Fahrt kam, wenn es weniger um die Sache als vielmehr um sie selbst ging. Um das zu verschleiern, kniete sie sich noch mehr rein.


Seinen imaginären Spuckschutz gegen Gift und Galle spuckende Schreihälse musste er sich lange antrainieren, aber jetzt sitzt er, wackelt und hat Luft.

Montag, 30. November 2020

 Früher wollte auch er immer der Erste und Beste sein, aber dann verlor er das Interesse an jeglicher Art von Wettkampf. Seitdem hat er sich nie wieder als Verlierer gefühlt.


In seiner Kindheit gab es die böse Hexe und dann Dracula und noch andere Untote. Jetzt sind es Nachbarn, Vorgesetzte und Arbeitskollegen. Die Kindheit war weit weniger schaurig.


Ein offenes, unbeschwertes Naturell, das eine fröhliche Stimmung verbreitet, ohne dabei oberflächlich zu sein, macht dich zum exklusiven Frauenschwarm. Aber mit Muskeln und exklusivem Sportauto steht dir ja auch immer noch die Billigvariante offen.


Obwohl sich seine persönlichen Erfahrungen beim Trinken von Bier so gar nicht mit den Bierwerbespots im Fernsehen in Einklang bringen ließen, trank er es ausgesprochen gern.


Dem Schwarzwälder Tanzbodenkönig Hannes stieg in jungen Jahren der Ruhm zu Kopfe, doch besann er sich beizeiten auf seine Bodenständigkeit und so lebte er glücklich, zufrieden und der Heimat treu. Ein tüchtig Weib gabs obendrein.


Heb' dir deine Rache grundsätzlich für später auf! Dann wird sie kalt und du verlierst hoffentlich die Lust daran.


Als er dann endlich dazu überging, alles etwas langsamer und geduldiger anzugehen, entdeckte er erst all die unscheinbaren Annehmlichkeiten überall.


Seine geduldig erarbeitete Gelassenheit bewahrte ihn nicht nur vor mancherlei Schaden, sie war vor allem all die Mühe um ihrer selbst willen wert.


Montag, 23. November 2020

 Auf der Filmhochschule sah sich Marlon M. schon als Der Deutsche Tarantino. Jetzt, mit Ende 30, bringt er für RTL2-Produktionen Hartz IV-Empfänger dazu, sich vor laufender Kamera lächerlich zu machen. Es geht ihm gut dabei, es schmeichelt seinem Ego.


Statt Tatendrang und Vergnügen empfindet Friedrich F. nur noch eine sture und mürrische Bequemlichkeit. Das habe ich mir verdient, pflegt er zu argumentieren.


Sich die Dinge schönreden ist ein schaler Betrug. Schön denken eine Kunst.


"Ja, dann ist das eben so!": Die Lieblingsfloskel der Abteilungsleiterin, wenn sie mal wieder nicht weiter wusste, wurde nach und nach zur Lieblingsfloskel der ganzen Abteilung und das Arbeiten dort zusehends angenehmer.


Die giftige Empörung war längst Teil des Spiels und fing auch schon an zu langweilen.


Als er dann den ganzen Krempel seiner Eltern erbte, wusste er wieder, warum er selbst so genügsam lebte.


Seine alten Lieblingsfilme und -sendungen schaut er am liebsten in aller Ruhe und leicht zugedröhnt mit abgestelltem Ton. So, als hielte er deprimiert Rückblick auf sein vertanes Leben.


Sein Leben ist ereignisarm und deswegen gefällt es ihm immer besser.


Wenn im Moment des Sterbens das ganze Leben wirklich nochmal an einem vorbeizieht, müssen 'ne Menge Leute bald damit rechnen, dass sie sich dabei größtenteils auf der Couch vor dem Fernseher wiederfinden. Also zumindest, wenn es authentisch und objektiv vonstatten geht.


Er war nicht unbedingt faul, eher entspannt und unambitioniert. Und er hatte was vom Leben, ohne es zu etwas gebracht zu haben.


Der brave Angestellte Sigmar R. sympathisiert im Büro heimlich mit den immer wieder störrisch verdrehten Telefonhörerkabeln.


Das Leben, das seine Eltern ihm vorgelebt haben, hat ihm nicht gepasst. Das Leben, das er dann geführt hat, war's aber irgendwie auch nicht. Immerhin hat er's niemandem vorgelebt.

Sonntag, 1. November 2020

Als Kind wollte er Drachen töten, seine Feinde zerschmettern und irgendwas mit der Prinzessin machen. Jetzt trägt er 8 Stunden täglich ein quietschbuntes Poloshirt mit dem Logo seines Arbeitgebers auf der Brust und ist zur Freundlichkeit verpflichtet.


Das Leben des Steuerfachgehilfen Manfred M. verlief unaufgeregt und verlässlich. Auf dem Weg zur Arbeit lag ein unbeschrankter Bahnübergang. Musste er bei Rot halten, wurde die Vorstellung, kurz vor dem Zug doch noch schnell loszubrettern, von Mal zu Mal drängender und erregender.


In jungen Jahren hatte er sich auf so ein ausgesprochen hübsches und ebenso dummes Ding eingelassen und musste sich dann für den Rest seines Lebens mit ihr unterhalten. Irgendwann lutschte er Minzbonbons und die Flaschen versteckte er im ganzen Haus verstreut.


Beruflich endlich Fuß gefasst konnte er sich dann all die Schallplatten kaufen, die er schon so lange haben wollte. Die überwältigenden Emotionen, die die Musik in seiner Jugend bei ihm ausgelöst hatte, aber nicht.


Gehen Schulklassen eigentlich immer noch ins Kino für pädagogisch wertvolle Filme? Wir waren damals in "Gandhi" und der Film inspirierte uns: Bereits am nächsten Tag kursierte auf dem Schulhof der Witz "Mahatma Gandhi und ma hat ma Husten".


Als das "A-TEAM" damals im deutschen Fernsehen anlief, sahen Jens und Carsten allein aus tiefsitzendem Respekt vor dem deutschen TÜV davon ab, sich affengeile Extras an ihre Autos zu schweißen.


Bereits voller Sorgen besorgte er sich noch mehr Sorgen, um endlich vom vielen Sorgenmachen erschöpft und gleichgültig seinen Frieden zu finden.